Informationen zur Initiative Klageverfahren

Initiative Klageverfahren vor dem Bundessozialgericht

Die von Dr. Ulf Ratje aus Eckernförde 2011 begonnene Initiative Klageverfahren mit dem Ziel, die Kostenerstattung von Therapien zur Tabakentwöhnung zu erreichen, hat es bis vor das Bundessozialgericht gebracht!

Im Mai 2019 wird der Fall vor dem 1. Senat verhandelt. weiterlesen

Aktuelles

Umweltschäden durch Tabakrauchen

von Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda

Über die Gesundheitsschäden durch das Tabakrauchen, insbesondere das Rauchen von Zigaretten, und die gesellschaftlichen Hintergründe haben die NachDenkSeiten in den letzten Monaten in drei Beiträgen (siehe hier, hier und hier) ausführlich und umfassend informiert [1][2][3]. Das Fazit lautet: Dem Zigarettenrauchen sind im 20. Jahrhundert weltweit etwa 100 Millionen Menschen zum Opfer gefallen [4]. Von Sonja von Eichborn, Susanna Knotz und Klaus-Dieter Kolenda.
Nachdenkseiten 31.03.19 weiterlesen

Tabakrauchen, E-Inhalationsprodukte und Tabakerhitzer

von Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda

Die Tabakindustrie ist der Industriezweig, der mit seinen Produkten wahrscheinlich direkt nach der Rüstungsindustrie weltweit die meisten Todesopfer fordert. In dem 2011 erschienenen grundlegenden
Werk des US-amerikanischen Medizinhistorikers Robert N. Proctor über die Geschichte
der Tabakindustrie mit dem provozierenden Titel »Golden Holocaust« beschreibt der Autor die Zigarette
als »deadliest artifact in the history of human civilization« und schätzt ein, dass diese
im 20. Jahrhundert weltweit etwa 100 Millionen Todesopfer gefordert hat.
internistische praxis 60, 511–525 (2019) weiterlesen

Wasserpfeifen sind ungefährlich? Von wegen!

Jugendliche und junge Erwachsene rauchen Wasserpfeife besonders gerne in Gesellschaft als soziale Aktivität. In der Regel gilt dies als weniger schädliche Alternative zum Rauchen von herkömmlichen Zigaretten. Bisher gibt es jedoch keine ausreichende Evidenz für diese Annahme. Und auch diese Studie exkulpierte die Shisha keineswegs.
Quelle: Rezk-Hanna M et al.: Acute effect of hookah smoking on arterial stiffness and wave reflections in adults aged 18 to 34 years of age. Am J Cardiol 2018; 122(5): 905-9 weiterlesen

Das tödlichste Artefakt – Gedanken zu Robert Proctors Buch über die Zigarettenkatastrophe

Bei meiner Literatur-Recherche zu einem aktuellen Artikel über die Gesundheitsschäden des Tabakrauchens bin ich auf das Buch des US-amerikanischen Wissenschaftshistorikers Robert N. Proctor mit dem Titel „Golden Holocaust“ gestoßen. Der Untertitel des 2011 erschienenen Buches lautet „Origins of the cigarette catastrophe and the case of abolition“, was soviel bedeutet wie „Die Ursprünge der Zigarettenkatastrophe und ein Plädoyer für die Abschaffung der Zigaretten“. Das Buch umfasst insgesamt 737 Seiten mit 35 illustrativen Abbildungen und vielen instruktiven Tabellen einschließlich eines umfangreichen Anmerkungsapparates mit einem detaillierten Personen- und Sachregister. Von Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda.
weiterlesen Teil 1, Teil 2

 

Electronic cigarette marketing and smoking behaviour in adolescence: a cross-sectional study

Julia Hansen, Reiner Hanewinkel, Matthis Morgenstern

 (18.12.18). Zum Beitrag

E-Zigaretten und der Einstieg in den Konsum konventioneller Zigaretten

Eine Kohortenstudie bei Jugendlichen der Klasse 10

Matthis Morgenstern, Alina Nies, Michaela Goecke, Reiner Hanewinkel

Junge Nie-Raucher experimentierten häufiger mit konventionellen Zigaretten, wenn sie zuvor E-Zigaretten konsumiert hatten. Der Einfluss scheint stärker zu sein für Jugendliche, die ein generell niedrigeres Risiko haben,
mit dem Rauchen zu beginnen. Die 6-monatige Beobachtungszeit erlaubt keine Aussage darüber, ob die Nutzung von E-Zigaretten mit der Entwicklung von Tabakabhängigkeit verbunden ist.

Studie, Diskussion Teil 1, Diskussion Teil 2

Hauptsache nikotinabhängig. Über die Gesundheitsgefahren des Tabakrauchens und des Gebrauchs von E-Inhalationsprodukten und Tabakerhitzern (08.07.18)

Laut Weltgesundheitsorganisation sterben weltweit etwa sieben Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Tabakmissbrauchs. Um nachwachsenden Generationen das Rauchen ebenfalls näherzubringen, investiert die Tabakindustrie allein in Deutschland jährlich fast 200 Millionen Euro in Werbung. Betrachtet werden hier neben dem Gefährdungspotenzial konventioneller Tabakwaren auch neue Entwicklungen wie Tabakerhitzer oder E-Zigaretten, deren Chancen und Risiken wegen fehlender Langzeitstudien jedoch noch nicht abschließend zu beurteilen sind. Von Klaus-Dieter Kolenda. weiterlesen

Jeder siebte Deutsche stirbt am Rauchen (06.04.17)

BERLIN. Zuerst die schlechte Nachricht: Während weltweit jeder zehnte Todesfall auf den Konsum von Tabak zurückzuführen ist, ist es in Deutschland sogar jeder siebte. Diese Zahlen nennt eine internationale Expertengruppe im Fachmagazin "The Lancet". Für die Studie waren Daten der "Global Burden of Disease Study" ausgewertet worden.

(Quelle: Ärzte Zeitung online, 06.04.2017) weiterlesen

Bereits eine Zigarette pro Tag ist schädlich (20.03.17)

In einer Kohortenstudie mit 290.215 Teilnehmern konnte nachgewiesen werden, dass bereits das Rauchen einer Zigarette pro Tag langfristig mit einem erhöhten Sterberisiko einhergeht. Bei lebenslanger Beschränkung auf weniger als eine Zigarette am Tag lag das Mortalitätsrisiko innerhalb des Beobachtungszeitraumes von 6 Jahren um 64%, bei ein bis zehn Zigaretten um 87% höher als bei Nichtrauchern.
Inoue-Choi M et al.
JAMA Intern Med. 2017; 177(1):87-95 doi;10.1001/ jamainternmed.2016.7511

Willkommen bei der
Deutschen Gesellschaft für Nikotin-
und Tabakforschung e. V. (DGNTF)

Die Deutsche Gesellschaft für Nikotin- und Tabakforschung e.V. (DGNTF) wurde 1998 gegründet. Als wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft beschäftigen wir uns seitdem zum einen mit den Themen Rauchprävention & Tabakentwöhnung. Wir fördern Projekte und Initiativen oder führen diese selbst durch. Wir entwickeln praxisrelevante Konzepte in und Fort- und Weiterbildungen. Zum anderen steht für uns die Förderung von Forschung & Engagement im Vordergrund. Wir beteiligen uns an medizinisch-wissenschaftlichen Kongressen, Konferenzen und Tagungen. Für langjähriges Engagement im Bereich Rauchen und Gesundheit verleihen wir die Fritz-Lickint-Medaille. In Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen vergeben wir zudem den Fritz-Lickint-Förderpreis.